Was gibt es Neues?!

Grünberg erneut ausgezeichnet mit dem Titel Fairtrade Town
Parallel zu der im Foyer des Rathauses zur Zeit stattfindenden Ausstellung zum Fairen Handel erhielt Grünberg erneut den Titel "Fairtrade Town" (Stadt für den Fairen Handel). Dieser zum ersten Mal im Jahre 2011 von fairtrade Deutschland verliehene Titel muss alle zwei Jahre erneuert werden. Zu erfüllende Kriterien sind öffentliche Aktionen wie z.B. Faire Frühstücke auf dem Marktplatz, Presseberichte, Gewinnen neuer Fairtrade Partner in der Grünberger Geschäftswelt und im Vereinsleben.
Als besonderes Highlight konnte in Grünberg im Zuge der Fairtrade Town Kampagne im Jahre 2013 der Grünberger Weltladen eröffnet werden, der also nunmehr seit 6 Jahren als Fachgeschäft die verschiedensten Produkte aus Fairem Handel zum Verkauf darbietet, Öffentlichkeitsarbeit leistet und sich auf verschiedenen Ebenen für Projekte im Globalen Süden einsetzt.
Die Fairtrade Town Kampagne freut sich über die Anerkennung ihres Engagements für die Linderung von Armut auf der Produzentenseite durch faire Entlohnung für geleistete Arbeit, Garantie von Mindestabnahmen, die Förderung von Frauen, das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und das Vorwärtsbringen des ökologischen, nachhaltigen, klimaverträglichen Anbaus, der - da giftfrei - sowohl für die Produzenten als auch Konsumenten die Gesundheit schont.
Leider muss man sagen, dass von den produzierten Waren wie Kaffee, Bananen, Tee und Kakao nur ca. 40 Prozent von den Produzierenden zu fairen Preisen verkauft werden können, da die Nachfrage hierzulande nicht ausreichend hoch ist. Anscheinend sind die Konsumenten und die großen Einkaufsketten nicht bereit, höhere Preise zu zahlen, die den Menschen ein Leben ohne Armut ermöglichen würden. Fairer Handel heißt nicht Wohltätigkeit, sondern die verantwortungsvolle Art, Handel zu betreiben. In diesem Sinne setzt sich Fairtrade Deutschland für einen flächendeckenden Fairen Handel in allen Bereichen ein, unterstützt von den jeweiligen lokalen Initiativen wie hier in Grünberg. Die Titelerneuerung setzt einen weiteren starken Impuls für die Grünberger Initiative, das Thema des Fairen Handels vor Ort noch mehr in den Vordergrund zu bringen.

Ausstellung"Was ist Fairtrade"
Am 13. Januar wird die oben genannte Ausstellung über den Fairen Handel von Bürgermeister Ide um 16.30 Uhr eröffnet. In großformatigen Fotos werden die Hauptaspekte des Fairen Handels, mit kurzen, prägnanten Texten versehen, dargestellt.
Die Armutsbekämpfung durch das Gewähren von fairen Mindestpreisen für die Produkte, Abnahmegarantien, Fairtrade Prämien und Schulungen.
Die Stärkung von Kinderrechten: von den 152 Millionen Kindern zwischen 5 und 17 Jahren muss etwa die Hälfte unter ausbeuterischen Bedingungen schuften. Dies ist unter Fairtrade Bedingungen verboten.
Geschlechtergerechtigkeit: besondere Förderung von Frauen durch Weiterbildung und Qualifizierung auch für Führungsaufgaben ist ebenfalls Bestandteil der Fairtrade Bedingungen.
Dem Klimawandel entgegenzuwirken durch Förderung von Bio-Anbau und anderen nachhaltigen Methoden sowie die Folgen des Klimawandels abzufedern durch anpassende Maßnahmen und Forschung ist ein weiteres Ziel des Fairen Handels.
Arbeitsrechte sichern: im Fairen Handel müssen die zertifizierten Plantagen das Recht auf Gewerkschaftsbildung gewähren.

All diese Punkte zeigen, in welchen Aspekten sich die Grundprinzipien des Fairen Handels mit den vor vier Jahren verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen decken.
Die Ausstellung wird bis zum 07. Februar im Foyer des Rathauses zu sehen sein, um danach noch eine Woche lang in der Theo-Koch-Schule auch den Schülern den Fairen Handel näher zu bringen.

Gute Schokolade und Bäume...………………
Bei der Aktion "gute Schokolade" - die zur Zeit im Weltladen Grünberg läuft - wird für fünf im Weltladen verkaufte Tafeln Schokolade ein neuer Baum durch die Kinder- und Jugendinitiative "Plant for the Planet" (Pflanzen für den Planeten) gepflanzt. Wie erfolgreich die Aktion bisher war, kann man an den im Ladengeschäft aufgehängten symbolischen Baumfiguren sehen.

Grünberger Bohne und Fairer Stadtführer

"Grünberger Bohne" und Fairer Stadtführer
Seit Juli 2017 gibt es die "Grünberger Bohne". Dieser Kaffee wird ökologisch angebaut, fair gehandelt und gelangt über nur einen Zwischenhändler - die faire Einkaufsorganisation dwp (dritte Welt Partner) - direkt von der Kooperative Oro Verde (Grünes Gold) Peru zum Weltladen Grünberg. Gemahlen oder als ganze Bohne ist der Kaffee erhältlich im Rathaus, Weltladen und im Museum im Spital.

Die schöne Verpackung der "Grünberger Bohne" zeigt auf der Vorderseite ein künstlerisch gestaltetes Motiv von Grünberg mit Diebsturm und Stadtkirche, und auf der Rückseite gibt es detaillierte Infos über die Herkunft des Kaffees.

Ebenfalls seit Juli 2017 gibt es nun auch in Grünberg einen Fairen Stadtführer. Darin kann man im aufklappbaren Stadtplan alle Geschäfte und Gastronomiebetriebe finden, die sich für den Fairen Handel engagieren. Allgemeine Informationen zum Fairen Handel, die entsprechenden Siegel, die Entwicklung Grünbergs als Fairtrade Town Stadt seit dem Jahre 2011, Liste aller Unterstützerinnen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Vereine, Schulen, Kirchengemeinden und lokale Firmen, all dies findet sich in diesem Fairen Stadtführer.
Ausgelegt ist er im Rathaus, Weltladen, Museum im Spital und in den Geschäften, die faire Waren anbieten

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Wir sind die Grünberger Fairtrade-Partner

EinzelhandelFirmenGastronomieKirchenVereine/
sonst.Institutionen
Foto Halbich
Barfüßer-
gasse 4
Grünberg
Bender,W. GmbH&Co.
Londorfer Str. 65
Grünberg
Anjess Märchencafé
Barfüßergasse 2
Grünberg
Ev. Dekanat
Grünberg
Renthof 13
Beratungs-
zentrum Laubach-Grünberg
Neustadt 58
Grünberger Markthalle
U. Horst
Gießener Straße 61
Grünberg
IT-Service Gill
Rödern-
weg 55
Stangenrod
Gasthaus
Zur Quelle
Rabegasse 32
Grünberg
Ev.Kirchengemeinde Grünberg
An der Stadtkirche 9
Bildungsstätte
des Deutschen
Gartenbaus
Gießener Str. 47
REWE
Messerschmidt
Hegweg 7
Grünberg
punctum GmbH
Londorfer Str. 28
Grünberg
Pizzeria
Al Castello
Schloßgasse 4
Grünberg

Ev. Kirchenge-
meinde Lumda
Zur Hofstatt 10
Diakonisches
Werk Grünberg
Bahnhofstr. 37
Naturkostladen
Sonnenblume
Marktplatz 7
Grünberg

Sparkasse Grünberg
Gießener
Strasse 8
Grünberg
Schloßcafe Lukasch
Marktgasse 18
Grünberg
Kath. Kirchengemeinde Grünberg
Bahnhofstr. 29
Erlebnis-Bauernhof
Diehl
Lindenstraße 3a
Stockhausen
Weltladen
Fachgeschäft für
fairen Handel
Rabegasse 14
Grünberg
Varius
Ernährungs-
beratung
Schulstr. 18
Grünberg
Sporthotel Grünberg
Am Tannenkopf 1
Grünberg
Fairtrade-Kiosk an
der Theo-Koch-
Schule Grünberg
Struppiusstraße
Wolldesign
Irene Scholz
Rabegasse 20
Grünberg
Volksbank Mittelhessen Rosengasse 5
Grünberg
Suppenkaspar
Barfüßergasse 18
Grünberg
Fairtrade Kiosk an der Gallusschule Grünberg
Struppiusstraße 18

Kinder- und
Jugendbüro Grünberg
Londorfer Straße 34
Landfrauen Lehnheim/
Stangenrod
Am Kammerpfad 5
Lehnheim
Museum im Spital
und Freundeskreis
Museum
Hintergasse 24
Stadt Grünberg
Rabegasse 1
SOFA Grünberg
Sozialer Ort für alle
Alsfelder Str. 13
Familienzentrum Grünberg
Im Alten Posthof 7
Grünberg

Produkte aus fairem Handel

152 Sorten Kaffee
120 Textilprodukte
78 Sorten Schokolade,Eis,Süßwaren
68 Weine & Fruchsäfte
60 Sorten Tee
29 Arten Sportbälle
19 Sorten Reis
11 Sorten Kakao
9 Zucker
4 Honig
7 Sorten Südfrüchte

Nähere Informationen über die Produkte finden Sie unter: www.transfair.org

Nun ist es offiziell - Grünberg ist

Dritte hessiche Kommune erhielt Urkunde im Rahmen einer Feier auf dem Marktplatz

Endlich war es soweit - am 09.09.2011 bekam Bürgermeister Ide unter den Augen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie der Grünberger Fairtrade-Partner die "Fairtrade-Stadt-Urkunde" durch Manfred Holz von der Organisation "Transfair Deutschland" auf dem Marktplatz überreicht. Jetzt können die Grünberger/Innen urkundlich zertifziert sagen: "Wir sind FairTrade-Stadt".

Damit ist in Hessen erstmals der Titel an eine Kleinstadt verliehen worden. Neben Marburg und Gießen ist Grünberg erst die dritte Kommune im Bundesland, die sich so bezeichnen darf.

Moderator Burkhard Bräuning würdigte die Leistungen der Stadt sowie der Mitglieder/Innen der Initiativgruppe. "Für eine Stadt dieser Größenordnung ist das etwas ganz besonderes" so der Moderator.

Die Mitglieder/Innen der Initiativgruppe berichteten über den Ablauf der letzten beiden Jahre. Vom ersten Gedanken bis hin zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten um den "fairen Gedanken" in das Bewußtsein der Bevölkerung zu rufen. Unterstützt von zahlreichen heimischen Firmen, vom Einzelhandel und den Gastronomen konnte im Frühjahr 2011 der Antrag auf Verleihung des Titels "FairTrade-Stadt" gestellt werden. Reinhard Ewert verwies darauf, dass alle Mitglieder/Innen der Initiativgruppe ehrenamtlich tätig seien und bedankte sich ausdrücklich dafür.

Der Vertreter von "Transfair-Deutschland" Manfred Holz stellt die Organisation vor. "Transfair" handele nicht mir Produkten, sondern vergebe nur das Gütesiegel. Zudem würden keine Zwischenhändler akzeptiert. "Ab heute spielt Grünberg in einer Liga mit London, Kopenhagen und Paris. Alle diese Metropolen wurden ebenfalss mit dem FairTrade-Siegel ausgezeichnet. Zudem verwies er darauf, dass der in Deutschland konsumierte Kaffee nur zu zwei Prozent aus fairem Handel stamme. In England betrage der Anteil rund zwanzig Prozent. "Die Deutschen haben die teuersten Kaffeemaschinen, verwenden aber die billigsten Bohnen" gab Holz als Denkanstoß mit auf den Weg.

Die Schülerin der Klasse 10b der Theo-Koch-Schule, Wioletta Kosiolek, berichtete über die Erfahrungen mit dem Verkauf von FairTrade-Produkten im Schulladen, den die Schüler/Innen selbst betreiben.

Reinhard Ewert beantwortete die Frage des Moderators über den weiteren Weg. Die Initiatoren wollen die Ideen und Ziele fairen Handels in der Gallusstadt weiter verbreiten, Geschäfte, Gaststätten und Institutionen hinzugewinnen. Abschließend fand der Gedanke bereits Eingang, sich für den Wettbewerb "FairTrade-Hauptstadt" zu bewerben. Man wolle jedoch einen Schritt nach dem anderen tun, so Reinhard Ewert und Bürgermeister Ide.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Besucher/Innen fair gehandelte Produkte am Weltladen der Theo-Koch-Schule und am Stand "Eine Welt Aktion Lumda" erwerben. Wer Kaffeedurst hatte, war bei Feinkost Kreuder richtig. Hier gab es FairTrade-Kaffee aus Honduras. Fair gehandelte Getränke bot der Getränkemarkt "Riedmann" an. Afrikanische Spezialitäten konnten Hungrige am Stand der Gastronomen Habton vom Restaurant "Savanne" in Lich probieren.

GRÜNBERG-STADT DES FAIREN HANDELS

Was verbirgt sich hinter "Transfair"?

Die Organisation Transfair startete 1992 als gemeinnütziger Verein seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Transfair selbst handelt nicht mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Der Faire Handel unterstützt gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Die Organisation setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung und gegen illegale Kinderarbeit ein. Die Kleinbauern sind in alle wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch eingebunden.

Insgesamt profitieren rund 1.000 Kleinbauern-Organisationen und Plantagen weltweit vom Fairen Handel. So werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen von über 6 Millionen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert.

Die wichtigsten Standards des Fairen Handels

Soziales
- Arbeitsbedingungen
- Gemeinschaftsprojekte
- Diskriminierungsverbot
- Keine illegale Kinderarbeit

Ökonomie
- Beratung
- Stabile Mindestpreise
- Fairtrade-Prämien
- Langfristige Handelsbeziehungen
- Vorfinanzierung

Ökologie
- Liste verbotener Substanzen
- Umweltschonender Anbau
- Förderung des Bio-Anbaus
- Verbot gentechnisch veränderter Organismen
- Bioaufschlag

 
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